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Geleitwort
Über die Marienvesper
Inhalt der Marienvesper
Aufführende
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Konzert Marienvesper
Werk
Vespro Della Beata Vergine 1610
Über die Marienvesper
Inhalt der
Marienvesper
Komponist
Claudio Monteverdi (1567-1643)
Leitung
Hans Gafner
Mitwirkende
Die Freitagsakademie
Gabrielichor Bern
Laudate Chor Zürich
Solisten
Dorothea Frey
Ulrike Hofbauer
Christophe Einhorn
Hans-Jürg Rickenbacher
Samuel Zünd
Michel Jaccard
Details zu den Mitwirkenden
Aufführungen
Samstag, 13. November 2004, 20.00 Uhr im Berner Münster
Sonntag, 14. November 2004, 17.00 Uhr im Grossmünster Zürich
Geleitwort
Liebe Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher
Es werden Glanz und Pracht der Musik
seiner Marienvesper
gewesen sein, welche die Prokuratoren von San Marco so begeistert
hatten, dass
sie den seit einem Jahr arbeitslosen Monteverdi am 19. August 1613
einstimmig
zum Kapellmeister wählten. Vielleicht kam dazu auch die
Bewunderung, dass das
Werk bereits im Druck vorlag. 1610 war die Marienvesper bei Amadino in
Venedig
gedruckt worden. Stolz waren die Prokuratoren sicher auch auf den Mann,
der
eine Vesper mit noch nie dagewesener Länge (eineinhalb Stunden),
Grösse (man
musste zu den ungefähr 30 besoldeten Musikern für das
Probespiel noch 20
weitere engagieren), Pracht und Vielfalt geschaffen hatte. Das Werk
entstand
zwar nicht für die Bewerbung als Kapellmeister von San Marco, dazu
war die Zeit
zu kurz. Monteverdi hatte die Marienvesper schon früher in Mantua
geschrieben, weil er sich dort von der Anstellung lösen wollte.
Offenbar
hoffte er auf einen Posten in Rom; jedenfalls hatte er das Werk – dem
damaligen
Papst Paul V. gewidmet – im Gepäck, als er im Herbst 1610 nach Rom
ging.
Mit dem Erfolg dieser Musik begann für
Monteverdi die
Karriere als Kapellmeister in Venedig, die er sich sehnlichst
gewünscht hatte,
eine Karriere mit neuer „Luft, Arbeit und Schicksal“. Später
schrieb er einmal:
„Il servitio poi è dolcissimo“. Während 30 Jahren
verwaltete er das
traditionsreiche Amt ehrenvoll und meisterlich.
Auch nach 400 Jahren begeistert die
Marienvesper die
Zuhörerinnen und Zuhörer immer noch. Seit zwei Jahrzehnten
nehmen die
Aufführungen stetig zu. Wir freuen uns, Ihnen eine Aufführung
mit historischen
Instrumenten zu bieten. Eine Besonderheit ist das Zusammenwirken zweier
Chöre,
die sich in der Interpretation alter Musik mehrfach bewährt haben:
Der Gabrielichor
Bern und der Laudate Chor Zürich führen das Werk gemeinsam
auf, zuerst im
Berner Münster, dann im Grossmünster Zürich. Wir wollen
für Sie etwas vom
musikalischen Feuer und von der Vitalität dieser Renaissancemusik
lebendig
werden lassen.
Hans Gafner
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